10.03.2010

Auswirkungen und Perspektiven neuer Protokolle in digitalen Netzen

Aufgrund einer unvorhergesehenen Nachfrage nach Internet, herrscht heute eine
Adressenknappheit, die nach globalen Schätzungen im Januar 2011 zur letzten Vergabe einer
IPv4-Adresse vom Regional Internet Registries führen wird.
Die neue Internet Protocol Version IPv6 wird eine komplett neue Art der Adressvergabe und
zu einer vollkommen neuen Qualität bereits bestehender und in Zukunft sich entwickelnder
Dienste führen. Heute ist noch nicht absehbar welche neuen Dienste tatsächlich durch
dieses Protokoll zur Verfügung gestellt werden können. Zumindest ist sicher, dass IPTV und Voip erheblich verbessert werden können.
Positiver Nebeneffekt dieses Systems könnte auch das sich selbst konfigurierende Netzwerk sein, das eine gewisse Ästhetik im Internet bewahrt.

Jedoch darf man die Gefahren bzw. Herausforderungen des neuen IPv6 nicht unterschätzen. Jedem Menschen auf der Welt wird zwar eine IP-Adresse zur Verfügung gestellt werden können (340 Sextillionen Adressen). Jedoch wird diese Personalisierung und direkte Zuweisung zu erheblichen datenschutzrechtlichen Problemen führen, wenn diese Technik umgesetzt werden sollte. Ein Leben lang könnten Seiten und Internetprovider, die im Internetverkehr involviert sind, das Verhalten des Nutzers kontrollieren. Diese Herausforderungen zu meistern und zu diskutieren wird unsere Aufgabe der nächsten Jahre sein.