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Politcamp 2010 - eine Nachbetrachtung
Das Politcamp findet in einer besonderen Form statt - es ist konzeptionell an ein herkömmliches Barcamp angelehnt, d.h. es handelt sich um eine sogenannte "Unkonferenz". Die Teilnehmer können hierbei selbst entscheiden zu welchen Themen sie gerne referieren möchten. Beim Politcamp gab es zum Beispiel eine Session(vor)planung, aber auch vorgeplante Podien.
So diskutierten zum Beispiel Burkhardt Müller-Sönksen, der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Familienministerin Kristina Schröder mit Vertretern anderer Fraktionen auf dem Podium über das Verhältnis der Politik zum Netz und umgekehrt. In jedem Fall ist erkennbar, wie die Bedeutung von Netzpolitik, auch im Zuge der vom Bundestag eingesetzten Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" insgesamt zugenommen hat.
Zeit für Gespräche
Der FDP-Bundestagsfraktion war es besonders daran gelegen sich mit der Netzgemeinde auszutauschen. Die Abgeordneten Jimmy Schulz, Manuel Höferlin und Sebastian Blumenthal, die für die FDP in die Enquete-Kommission berufen wurden, waren daher nicht nur Teilnehmer einzelner Podiumsdiskussionen, sondern sie nutzen die zweieinhalb Tage, um intensive Gespräche mit den Teilnehmer des PolitCamps zu suchen.
Die zentralen Themen waren natürlich das Zugangserschwerungsgesetz, der neue Jugendmedienschutzstaatsvertrag sowie Netzneutralität.Themen, die weite Teile der seit letztem Jahr zunehmend politisierten Netzgemeinde bewegen, aber noch nicht in einem breiten gesellschaftlichen Diskurs angekommen sind. Dabei sind fast alle Bürger von Entscheidungen in diesem Bereich betroffen. Gleichwohl beschäftigte man sich mit "Open-Data", "Liquid Democracy" oder der Schwierigkeit mit ausfallenden Kommentaren in sozialen Netzwerken angemessen umzugehen.
Liberaler Abend in der James-Bar

Jimmy Schulz, Manuel Höferlin, Sebastian Blumenthal und Patrick Kurth (v.l.) Zum ersten Mal fand in diesem Jahr am Vorabend zum Politcamp auch ein liberaler Abend statt. Dieser wurde von Sylvia Braun und der AG "IT und Informationsgesellschaft" der FDP-Bundestagsfraktion organsiert. Viele interessierte Liberale fanden dazu den Weg in die James-Bar in Berlin-Mitte. Besonderer Schwerpunkt war dabei das gegenseitige Kennenlernen der liberalen Community mit den neuen Abgeordneten der FDP-Bundestagsfraktion. In netter Atmosphäre entwickelten sich aber auch eine Reihe von interessanten Gesprächen rund um das Themenfeld Internet und Politik. Offen aufgenommen wurden am späteren Abend auch Markus Beckedahl von netzpolitik.org und einige Mitglieder der Berliner Piratenpartei, die den Liberalen einen Kennenlern-Besuch abstatteten.
Sylvia Braun, die das Politcamp für die Liberalen im Organisationsteam gemeinsam mit Valentin Tomaschek und vielen anderen organisierte, hat es in jedem Fall geschafft, eine Plattform auf zubauen, auf der sich Politiker und Bürger auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam Wege finden können. Es wäre zu wünschen, wenn diese Form der Partizipation auch in vielen anderen Bereichen der Politik stattfinden könnte.
Artikel von Doreen Butze - Praktikantin in der Pressestelle der FDP-Bundestagsfraktion
Auf der Website vom Politcamp sind auch Streams zu einzelnen Sessions zu finden, Bilder gibt es in unserem flickr-Stream.
weitere Links
Politcamp in Berlin - Artikel bei Spiegel Online
Von der Spielwiese zum Politikfeld - Artikel bei faz.net
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