05.03.2010 |

Stärkung der Medienverantwortung und „Medienkompetenz“ von Anbietern und Nutzern



Medien sind in allen Lebensbereichen selbstverständliche und unverzichtbare
Bestandteile. Zu den „Klassischen Medien“ (Bücher, Zeitschriften, Hörfunk,
Fernsehen etc.) sind mittlerweile „Neue Medien“ hinzugekommen, die u.a.
durch das Internet zum Ausdruck kommen. Damit wir diese Medien und deren
Inhalte auch derart benutzen können, dass sie uns in unseren Zielen
unterstützten, benötigen wir ein Bündel von Fähigkeiten, die unter dem
Begriff der Medienkompetenz zusammengefasst werden.

Bei allen Medien – gleichgültig ob „Klassische Medien“ (Printmedien wie
Bücher, Zeitschriften oder auch Hörfunk und Fernsehen) oder „Neue Medien“ –
bedeutet Medienkompetenz, ihre Funktionsweise soweit zu verstehen, dass man
sie  nutzen kann; um

-  sich zurechtzufinden  - z.B. eine Tageszeitung am Kiosk unter
anderen Printmedien aufzufinden oder die Adresse einer bestimmten Webseite
in Erfahrung zu bringen;
-  durch den Gebrauch von Medien mit anderen Personen kommunizieren zu
können – beispielsweise indem man mit anderen Personen telefoniert oder
Emails schreibt;
-  die Inhalte von Medien erkennen und für den eigenen Gebrauch
sortieren zu können – wie etwa bei der Lektüre eines Abschnitts in einer
Zeitschrift oder einer Webseite zu identifizieren, ob es sich um Werbung,
einen Blog-Beitrag oder einen journalistischen Artikel handelt;
-  selbst Inhalte erzeugen und anbieten zu können, indem man z.B.
Beiträge für eine Schülerzeitung schreibt oder einen Beitrag auf Wikipedia
(mit)verfasst.

Bei den „Neuen Medien“ unterscheiden sich diese Fähigkeiten grundsätzlich
nicht von den Fähigkeiten, die auch bei den „Klassischen Medien“ eine
Medienkompetenz ausmachen. Es haben sich aber die technischen
Voraussetzungen und die Auswirkungen der Mediennutzung verändert. Ziel muss es
sein, diese Voraussetzungen und Auswirkungen dahingehend
zu erörtern, dass bei den Menschen in unserer Gesellschaft die
Medienkompetenz auch für die „Neuen Medien“ genauso selbstverständlich wird
wie Lesen und Schreiben. Die Notwendigkeit und Unverzichtbarkeit ist bereits
gesellschaftliche Realität.