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09.03.2010
Strategien zur Vermeidung der digitalen Spaltung
Wer die Chancen des Internets erfolgreich für sich nutzen und die Risiken des Netzes rechtzeitig erkennen will, benötigt Medienkompetenz und praktische Erfahrungen. Heute sind schon viele Menschen mit der menügeführten Bedienung ihres Fernsehers überfordert. Sogar von Berufstätigen hört man bisweilen: „In meinem Alter fang´ ich nicht mehr mit dem Computer an.“ Schon in naher Zukunft aber wird es viele Angebote nicht mehr analog und offline geben. Umso wichtiger ist es, dass bei der Ausprägung technischer und inhaltlicher Medienkompetenz niemand auf der Strecke bleibt. Denn mit der rasant fortschreitenden Digitalisierung unserer Gesellschaft droht sonst eine tiefe Spaltung der Gesellschaft in Teilhabende und Nicht-Teilhabende. Teilhabe an der digitalen Gesellschaft hat viele Gesichter: Internet und Telefonie beeinflussen unsere Kommunikationskultur massiv; wer an modernen Kommunikationsformen nicht teilhaben kann, kann auch die darin liegenden Chancen nicht nutzen. Wer bei finanziellen Investitionen keine Preisvergleiche im Internet anstellen kann, wird im Zweifel deutliche ökonomische Nachteile erleiden. Und wer bei der Informationsbeschaffung allein auf Gedrucktes angewiesen ist, versäumt Wissen und benötigt ein Vielfaches an Recherchezeit. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Deshalb müssen wir Strategien entwickeln, wie eine digitale Spaltung des Gesellschaft vermieden werden kann. Niemand soll wegen seiner sozialen Herkunft, seines Alters, seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, einer Behinderung oder anderer Einschränkungen von der digitalen Teilhabe ausgeschlossen werden.
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